Von links nach rechts: Alexandra Wolf, Sensei Adnan Akgün, Julien Akgün

Das internationale Rhein Shiai, das größte Turnier in Deutschland, wird jährlich von dem Sportdirektor des deutschen Karateverbandes, Christian Grüner ausgerichtet. Die ring°arena am Nürburgring bietet eine einzigartige Kulisse für die hochkarätigen Zweikämpfe im Karate.  Über 900 Wettkämpfer aus der gesamten Welt maßen sich innerhalb jeder Kategorie im Modus „round robin“ jeder gegen jeden auf 12 Wettkampfflächen. Dies bedeutet die Teilnehmer werden in Gruppen eingeteilt, die alle gegeneinander kämpfen. Die Sieger der Gruppen ermitteln anschließend den Turniersieger. So gibt es für jeden Sportler die Möglichkeit eine große Anzahl von Kämpfen und Gelegenheiten taktische Varianten und Techniken, auf top Niveau, auszuprobieren.

Asia Sports Waldkraiburg schickte Alexandra Wolf und Julien Akgün ins Rennen um die begehrten Medaillenplätze.

Alexandra Wolf startete in der Kategorie U14 -42kg, welche mit 6 Pools sehr stark besetzt war. Gleich in der ersten Runde traf sie auf internationale Sportlerinnen aus Ungarn und den Niederlanden, welche sie mit 8:0 und 5:0 regelrecht vom Platz fegte. Ungeschlagen erreichte sie den Poolsieg und startete im Viertelfinale richtig durch. Mit weiteren zu Null Siegen zeigte die Bundeskaderathletin was in ihr steckt und erreichte das Finale. Leider behielt hier die andere Finalistin aus Ungarn die Oberhand und schnappte Alexandra mit einem Punkt Vorsprung den Sieg in letzter Sekunde weg. Alexandra freute sich nicht nur über die Silbermedaille, sondern auch über die wichtigen Qualifikationspunkte für die EM 2021.

Julien Akgün, der Routinier startete U21 +75kg und ging als zweiter Kämpfer gleich voll ins Geschehen und setzte sich sofort an die Spitze des Feldes. Mit fünf Kämpfen in den Vorrunden konnte er alle Kämpfe für sich gewinnen. Im Halbfinale traf er auf Hastrup Paw, einen erfahrenen Wettkämpfer aus dem Nationalkader von Dänemark, der auch sich für die nächsten EM zur Vorbereitung im Turnier Rhein Shiai messen wollte. Juliens blitzschnelle Techniken brachten den entscheidenden Punkt zum Einzug ins Finale: nur noch Tom Bothe vom Landesverband Sachsen-Anhalt trennte Julien vom Sieg. Auch diese Begegnung entschied der Asia Sports Athlet mit 5:0 glasklar für sich und darf nicht nur Sieg und Pokal mit nach Hause nehmen, sondern auch die Gewissheit bei der Wahl, um den Startplatz auf der EM 2021 ganz oben mitzuspielen.

Alexandra Wolf und Julien Akgün haben erneut gezeigt, dass sie zu den Ausnahmesportlern des Asia Sports Waldkraiburg gehören und sie in einer Topform für die kommenden Wettkämpfe sind. Wir gratulieren und wünschen alles Gute!